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Unreine Haut im Herbst: Ursachen und Tipps

Junge Frau betrachtet unreine Haut

© maxbelchenko AdobeStock 863858738

Die Haut hat im Herbst einiges zu tun. Sie muss sich an Temperaturwechsel und Heizungsluft gewöhnen und sich auf wärmere Kleidung und Reibung durch Schals und Mützen einstellen. Ihre natürliche Schutzfunktion wird dadurch stark gefordert. Gerade bei einer Neigung zur unreinen Haut kann die Hautbarriere schnell aus dem Gleichgewicht geraten.

Warum unreine Haut im Herbst oft gemischt reagiert

Die Haut erneuert sich im Durchschnitt alle 28 Tage. Je älter wir werden, desto länger wird dieser Prozess. Alte Hornzellen auf der obersten Schicht lösen sich ab und machen Platz für neue. Täglich können bis zu 14 Gramm abgestorbener Zellen zusammenkommen. Gleichzeitig produziert die Haut ein natürliches Sekret aus den Drüsen, den sogenannten Talg. Talg sorgt für eine geschmeidige Oberfläche und schützt vor Austrocknung. Der leicht saure Film wehrt außerdem Krankheitserreger ab. 

Unreine Haut entsteht durch ein intaktes Zusammenspiel von Talgproduktion, abgestorbenen Hautzellen und Entzündungen. Gesicht, Dekolleté oder Rücken sind besonders talgdrüsenreich. Hier kann überschüssiger Talg schlechter abfließen und mit alten Hornzellen einen sogenannten Pfropf bilden. Ist das der Fall, haben Bakterien leichtes Spiel. Die verstopfte Pore entzündet sich und bildet Pickel, Mitesser oder Pusteln.

Der Herbst bringt zusätzlich erschwernde Auslöser mit. Durch kalte Temperaturen und Heizungsluft verliert die Haut immer mehr Feuchtigkeit und wird durchlässiger. Mitunter kann sie mehr Talg bilden, um den Verlust auszugleichen. Einige Hautstellen können dann besonders trocken wirken, während andere eher fettig reagieren. Betroffene unreiner Haut haben im Herbst zwar nicht zwangsläufig, aber oft wetterbedingt eine Mischhaut. Die T-Zone glänzt, Wangen, Mundpartie oder Kiefer wirken hingegen eher trocken und spannen.

Pflegeroutine bei unreiner Haut im Herbst

Unreine Haut braucht im Herbst eine besondere Pflege. Sie muss klären und schützen, dabei die Poren freilassen und dennoch ausreichend Feuchtigkeit bieten.

Entscheidend ist oft die Produktwahl. Milde Cremes, die zur eigenen Haut passen, sind dabei wertvoller als aggressive Wirkstoffe, die unnötige Reizungen verursachen können. Statt übertriebene Kombinationen von verschiedenen Hautpflegemitteln wird auch ein klarer Aufbau mit wenigen Schritten empfohlen.

Reinigung

Im Herbst eignen sich milde Cleanser für die tägliche Reinigung. Sie belasten die Haut nicht und befreien sie dennoch von überschüssigem Talg, Schmutz, Schweiß, Make-up und Sonnenschutz. Ob ein Reinigungsprodukt zur eigenen Haut passt, lässt sich gut daran feststellen, welches Hautgefühl es nach dem Waschen hinterlässt. Die Haut sollte gereinigt wirken, aber weder brennen noch spannen.

Ein sanftes Enzympeeling kann die Haut zusätzlich dabei unterstützen, abgestorbene Hautschüppchen ohne Reizung abzutragen. Bei unreiner Haut empfiehlt sich eine Anwendung ein- bis zweimal pro Woche. 

Feuchtigkeit

Auch unreine Haut braucht Feuchtigkeit. Sie darf allerdings keine Poren verstopfen. Deshalb sind leichte Gel-Cremes oder Lotionen bei einer Neigung zu unreiner Haut auch im Herbst die bessere Wahl. Als Orientierung kann auf den Verpackungshinweis "nicht komedogen" geachtet werden. Dabei handelt es sich um Produkte, die so formuliert sind, dass sie Poren möglichst wenig belasten. Retinoide können bei Akne zudem eingesetzt werden, um Verhornungen zu regulieren und verstopften Poren vorzubeugen.

Punktuell sind auch reichhaltigere Cremes sinnvoll, um trockene Hautstelle mit etwas mehr Feuchtigkeit zu versorgen. Wirkstoffe wie Hyaluronsäure und Glycerin binden Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht besonders gut.

Ernährung

Eine ungünstige Ernährung kann unreine Haut begünstigen. Gerade bei Akne wirken zuckerreiche Nahrungsmittel verschlechternd, weil sie hochglykämisch sind, was sich wiederum auf die Insulinaussschüttung auswirkt. Zu viel Insulin regt die Talgproduktion an und fördert Entzündungen im Körper. 

Gerade in der dunklen Jahreszeit neigen wir dazu, zu Schokolade und Co. zu greifen. Gerade Betroffenen mit unreiner Haut wird eher dazu geraten, sich ähnlich wie im Sommer sehr vitaminreich und ausgewogen zu ernähren. Ausreichend Schlaf, Bewegung und frische Luft unterstützen den Körper zusätzlich.

Sonnenschutz

Obwohl es im Herbst oft mehr regnet und wolkiger ist, erreicht UV-Strahlung die Haut. Ein ausreichender Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 sollte daher jede Hautpflegeroutine ergänzen. Ohne genügend Schutz steigt das Risiko für Pickelmale und Pigmentflecken. Auch hier passen leichte Fluids am besten zu unreiner Haut.