Erste Hilfe auf Reisen - Wunden richtig versorgen beim Wandern

Wanderer versorgen Knieverletzung im Wald

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Jetzt, wo das warme Wetter da ist, möchten Sie wahrscheinlich nach draußen gehen und es genießen. Wenn Sie sich etwas mehr Bewegung und Abenteuer wünschen als einen einfachen Spaziergang oder einen Lauf durch den örtlichen Park, dann ist Wandern genau das Richtige für Sie. Allerdings kann man sich beim Wandern leicht verletzen. Selbst erfahrene Wanderer erleiden hin und wieder Blessuren. Bevor Sie sich auf den Weg machen, möchten wir Ihnen einige wichtige Tipps zur Behandlung häufiger Wanderverletzungen geben. Wunden richtig versorgen beim Wandern? Mit unserem Ratgeber werden Sie zum Wandersanitäter.

Warum die Wundversorgung beim Wandern wichtig ist

Infektionen sind eines der größten Risiken bei offenen Hautverletzungen. Schnittwunden, die Staub, Schweiß oder verschmutztem Wasser ausgesetzt sind, können sich entzünden oder infizieren, wenn sie nicht umgehend versorgt werden. Zudem kann eine mangelnde Versorgung die Heilung verzögern und das Risiko von Narbenbildung erhöhen. Wichtige Aspekte, die Sie bei der Wundversorgung auf Wanderungen beachten sollten, sind daher:

  1. Eingeschränkter Zugang zu sauberem Wasser oder Verbandsmaterial.
  2. Kontakt mit Bakterien in ungewohnter Umgebung.
  3. Verzögerte Wundreinigung.
  4. Versäumen, die Wunde unterwegs zu schützen.

Häufige Verletzungen beim Wandern

Verletzungen können in Art und Schweregrad variieren und reichen von leichten Schürfwunden und Blasen bis hin zu schwerwiegenderen Verletzungen. Eine der häufigsten Verletzungen beim Wandern ist die gefürchtete Knöchelverstauchung. Das unebene Gelände und die unwegsamen Pfade können zu Fehltritten führen, die Verstauchungen, Zerrungen und sogar Knochenbrüche zur Folge haben können. Wanderer können auch unter Knieschmerzen leiden, insbesondere bei steilen Abstiegen oder beim Tragen schwerer Rucksäcke. Darüber hinaus sind Blasen, Schürfwunden und Schnittwunden aufgrund anhaltender Reibung und des Kontakts mit rauen Oberflächen häufige Ärgernisse. Mit Flüssigkeit gefüllte Blasen können jeden Schritt zu einer Herausforderung machen, und wenn sie unbehandelt bleiben, können sie anfällig für Infektionen werden.

Unverzichtbare Bestandteile Ihrer Wanderapotheke


Bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten Sie ein kleines, handliches Wundversorgungsset zusammenstellen. Folgendes sollte darin enthalten sein:

  • Antiseptische Tücher oder Spray: zur schnellen Reinigung, wenn Seife und Wasser nicht verfügbar sind.
  • Sterile Verbände und Mull
: zum Abdecken der Wunde und zum Schutz vor Schmutz und Bakterien.
  • Kleine Tube mit antibiotischer Salbe oder Vaseline: hilft, die Wunde feucht zu halten und verringert das Infektionsrisiko.
  • Medizinisches Klebeband oder Heftpflaster zum fixieren von Wundverbänden.
  • Einweghandschuhe sind nützlich, wenn Sie die Wunde einer anderen Person sicher reinigen müssen.
  • Eine sterilisierte Pinzette zum Entfernen von Fremdkörpern wie kleinen Steinen oder Splittern.

Sofortmaßnahmen bei häufigen Verletzungen auf Wanderwegen

Wenn es auf dem Wanderweg zu Verletzungen kommt, können Ihre Kenntnisse in der Erst-Hilfe und Ihr sofortiges Handeln verhindern, dass aus kleinen Problemen ernsthafte Notfälle werden.

Schnittwunden und Verletzungen

Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie eine Verletzung versorgen. Stoppen Sie die Blutung, indem Sie mit einem sauberen Verband direkten Druck ausüben. Reinigen Sie die Wunde mit antiseptischen Tüchern und entfernen Sie dabei vorsichtig alle Fremdkörper. Legen Sie einen geeigneten Verband an und achten Sie auf Anzeichen einer Infektion. Bei tieferen Schnittwunden, die nicht aufhören zu bluten, oder bei denen Fett oder Muskeln sichtbar sind, suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Verstauchungen

Die verletzte Person muss sofort eine Ruheposition einnehmen und jegliche Bewegung vermeiden. Schützen Sie die verletzte Stelle vor weiteren Schäden, indem Sie sie mit einem elastischen Verband stützen. Wickeln Sie diesen fest, aber nicht so eng, dass die Durchblutung unterbrochen wird. Vermeiden Sie die Anwendung von Eis, da aktuelle Erkenntnisse darauf hindeuten, dass dies die natürlichen Heilungsprozesse behindern könnte. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, die Verletzung zu schützen und eine angemessene medizinische Untersuchung in Anspruch zu nehmen. Lagern Sie das verletzte Glied hoch, sofern dies möglich und angenehm ist. Schwere Verstauchungen erfordern eine Evakuierung, da das Fortsetzen der Wanderung zu bleibenden Schäden führen kann.

Blasen

Vorbeugen ist besser als heilen, doch wenn Blasen auftreten, beugt die richtige Pflege einer Infektion vor. Ist die Blase klein und noch nicht aufgebrochen, decken Sie sie mit einem Schutzverband ab. Bei größeren Blasen lassen Sie den Flüssigkeitsinhalt vorsichtig mit einer sterilisierten Nadel ablaufen, tragen Sie ein Antiseptikum auf und decken Sie die Stelle mit einem nicht haftenden Verband ab. Wechseln Sie den Verband regelmäßig und achten Sie auf Anzeichen einer Infektion.

Verletzungen beim Wandern vorbeugen

Beim Wandern gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Daher ist es unerlässlich, vor Beginn einer Wanderung Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Halten Sie sich durch regelmäßige Bewegung in guter körperlicher Verfassung.
  • Wählen Sie geeignetes Schuhwerk und die richtige Ausrüstung, um die Knöchel zu stützen und für Komfort zu sorgen.
  • Wärmen Sie sich vor Beginn der Wanderung auf und dehnen Sie sich, um Zerrungen und Verstauchungen vorzubeugen.
  • Achten Sie auf den Zustand der Wanderwege, mögliche Gefahren und Wetteränderungen.
  • Trinken Sie ausreichend und nehmen Sie nahrhafte Snacks zu sich, um Ihr Energieniveau aufrechtzuerhalten.
  • Kennen Sie Ihre Grenzen und steigern Sie Intensität und Dauer schrittweise.
  • Machen Sie regelmäßig Pausen und ruhen Sie sich aus, um Überanstrengung zu vermeiden.

Verletzungen beim Wandern - bedauerlich & beherrschbar

Bei der Vorbereitung auf Wanderungen ist es am besten, proaktiv statt reaktiv zu handeln und sich darum zu bemühen, Verletzungen zu vermeiden. Mit vorbeugenden Maßnahmen sollten Ihre Wanderungen reibungslos verlaufen. Dennoch gilt: Wissen ist Macht. Das gilt insbesondere mitten in der Wildnis, wo kein Internetzugang vorhanden ist, um nachzuschlagen, was zu tun ist, falls Sie oder jemand aus Ihrer Wandergruppe sich verletzt. Sich selbst und Ihre Familie auf die Vorbeugung und Behandlung häufiger Wanderverletzungen vorzubereiten, kann wesentlich dazu beitragen, glückliche und erfolgreiche Outdoor-Abenteuer zu erleben.