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Wer fit im Kopf bleiben möchte, kann selbst viel dafür tun

Alter Heer macht Gehirntrainig mit Bauklötzen

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Die geistige Fitness möglichst lange zu erhalten, ist in mehreren Forschungsbereichen ein wichtiges Thema. Auch in der Bevölkerung ist das Interesse daran sehr groß, denn wer möchte sich nicht die Leistungsfähigkeit des Gehirns am liebsten bis ins hohe Alter bewahren? Tatsächlich ist inzwischen bekannt, dass die Grundlage für einen fitten Kopf aus mehreren Komponenten besteht. Eine davon ist das aktive Fördern und Trainieren des Gehirns, doch regelmäßiger Denksport ist nur ein Aspekt. Dazu kommen weitere Faktoren, zum Beispiel Bewegung und ein aktives Sozialleben. Umgekehrt zählt Isolation zu den Punkten, die die geistige Fitness beeinträchtigen. Auch ein hoher Stresspegel wirkt sich ungünstig aus, genauso wie die falsche Ernährung. Um möglichst lange fit im Kopf zu bleiben, ist es also wichtig, all diese Punkte im Blick zu haben:

  • Gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen
  • Regelmäßige Bewegung
  • Ein erfülltes Sozialleben
  • Den eigenen Stresspegel in einem moderaten Rahmen halten
  • Aktives Trainieren des Gehirns

Das Gehirn nicht einseitig trainieren

Zudem ist es wichtig, dass Denksportaufgaben nicht einseitig ausfallen. Wer beispielsweise nur Übungen für das Erinnerungsvermögen durchführt, vernachlässigt andere Bereiche. So ist es auch wichtig, zum Beispiel logische oder kreative Fähigkeiten einzubeziehen, damit der ganze Kopf gefordert wird und nicht nur ein Teilbereich. Neben dem Gehirnjogging trainieren aber auch noch andere Dinge den Geist, hier greifen die verschiedenen Komponenten ineinander: Auch Bewegungsabläufe sind wichtig, denn sie fördern Konzentration und Koordination. Hier ist Sport eine große Hilfe, zum Beispiel Tanzen oder Pilates, aber auch bereits kurze Spaziergänge bewirken eine Menge. Dazu kommen Hobbys wie Gärtnern.

Auch tut es dem Gehirn gut, immer wieder etwas Neues zu lernen. So trägt das Lernen von Fremdsprachen dazu bei, die Entwicklung bzw. den Verlauf von Demenz zu bremsen. Dabei muss man eine neue Sprache nicht bis zu einem hohen Niveau meistern. Auch ein Musikinstrument kann ein guter Weg sein, die Lernfähigkeit zu erhalten und dem Kopf eine neue Aufgabe zu verschaffen.

Eine andere simple Herausforderung für das Gehirn ist es, Dinge mit der anderen Hand zu tun. Die Hände werden von der jeweils anderen Gehirnhälfte gesteuert, die rechte Hand also mit der linken Gehirnhälfte und die linke Hand mit der rechten. Um eine Tätigkeit mit der anderen Hand auszuführen, muss das Gehirn anders arbeiten, als es das die meiste Zeit tut. Mit der schwächeren Hand die Zähne zu putzen oder auch einmal zu schreiben, ist im Endeffekt also ein gutes Gehirntraining, das sich verhältnismäßig einfach im Alltag einbauen lässt. Denn auch das ist wichtig: Der Kopf will regelmäßig gefördert werden. Inzwischen gibt es jedoch auch entsprechende Übungsprogramme, die jeden Tag nur wenige Minuten erfordern.

Ein aktiver und gesunder Lebensstil macht viel aus

Sport und Hobbys sind also gut für den Kopf – in Gruppen noch mehr als für sich alleine. Erstens sorgen feste Termine dafür, dass man dabei bleibt und die Aktivitäten nicht schleifen lässt. Dazu kommt, dass der Austausch mit anderen Personen das beste Mittel ist, um erst gar keine soziale Isolation entstehen zu lassen. So kümmert man sich um mehrere Faktoren gleichzeitig.

Ebenfalls Teil eines gesunden Lebensstils ist eine ausgewogene Ernährung. Einige Lebensmittel sind im wahrsten Sinne des Wortes Futter für das Gehirn. Dazu zählen unter anderem Nüsse, vor allem Walnüsse. Kleine Mengen dunkler Schokolade gehören tatsächlich ebenfalls dazu, denn diese enthält Flavonoide, die unter anderem die Durchblutung des Gehirns fördern. Bei Nüssen und Schokolade genügen bereits kleine Mengen. Flavonoide stecken außerdem in Blaubeeren, Kirschen und anderen Obstsorten. Blaubeeren enthalten außerdem weitere Stoffe, die die Bildung von Zellen anregen.

Fit im Kopf zu bleiben ist also letzten Endes eine ganzheitliche Aufgabe, bei der viele Einzelaspekte der Lebensführung Einfluss haben. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch, dass es eine ganze Menge gibt, was man selbst tun kann, um sich die geistige Fitness möglichst lange zu bewahren.