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Das richtige Wundpflaster: So werden Verletzungen ideal versorgt

Wunde am Finger wird verartzt

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Platzwunde oder Abschürfung – bei der Versorgung einer kleinen Verletzung sind wir oft auf der Suche nach dem passenden Wundverband und haben uns bestimmt schon des Öfteren gefragt, welches Pflaster nun auf welche Wunde gehört. Die betroffene Stelle soll durch das Pflaster hauptsächlich von Krankheitserregern, Schmutz und vor dem Austrocknen geschützt werden. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Pflaster mit unterschiedlichen Ausführungen, die sich nicht nur für Hand oder Fuß, sondern auch für andere Körperregionen eignen. Eine kleine Auswahl verschiedener Pflaster gehört in jeden Medizinschrank und sollte auch in der Reiseapotheke immer mit dabei sein, um im Urlaub schnell und richtig auf kleine Verletzungen reagieren zu können.

Welche Arten von Pflaster gibt es?

Beim Kauf von Wundpflastern gibt es einige Dinge zu beachten. Zunächst sollte man sicherstellen, dass der Pflaster für die Art der Wunde geeignet ist. Ein kleiner Schnitt erfordert beispielsweise eine andere Pflasterart als eine größere Wunde. Weiters ist die Qualität des Klebers wichtig, da dieser das Pad sicher auf der Wunde hält.

Hier ein kurzer Überblick:

  • Fingerpflaster (Fingerverband):

Ein Fingerpflaster ist eher schmal und sehr lang, damit es komplett um den Finger herumgewickelt werden kann. Durch seine großzügige Klebefläche kann ein optimaler Halt mit langer Dauer gewährleistet werden.
Einsatzbereich: Wunden und längere Schnittverletzungen an den Fingern bzw. an Körperstellen, die viel bewegt werden;

  • Wundpflaster/Strip:

Diese Art von Pflaster besteht aus einem elastischen Textilgewebe und eignet sich für Wunden auf glatten Ebenen.
Einsatzbereich: Blessuren auf dem Handrücken; Verletzungen an beweglichen Körperteilen und Gelenken;

  • Fingerkuppenpflaster (Fingerspitzenverband):

Durch die spezielle Form des Pflasters wird der verwundete Bereich zusätzlich stoßgeschützt.
Einsatzbereich: Verletzungen an den Finger- oder Zehenkuppen;

  • Fingergelenkpflaster:

Auch dieses Pflaster besitzt eine spezielle Form und ist ideal für die Verwendung an beweglichen Stellen.
Einsatzbereich: Fingergelenke

Weitere Arten sind:

  • Wasserfeste Wundpflaster: Diese sind speziell für den Einsatz im Wasser entwickelt worden, beispielsweise beim Schwimmen oder Duschen. Sie haben eine wasserfeste Beschichtung, die das Pad und die Wunde trocken hält, so dass sie nicht aufweicht.
  • Silikon-Wundpflaster: Diese Art von Pflaster ist eine gute Wahl für Personen mit empfindlicher Haut. Durch eine feuchtigkeitsreiche Umgebung fördern sie die Heilung und können Narben reduzieren.
  • Antibakterielle Wundpflaster: Können durch eine antibakterielle Substanz im Pflaster das Wachstum von Bakterien auf der Wunde hemmen. Sie eignen sich besonders gut für tiefe Schnitte oder Wunden.
  • Kompressions-Wundpflaster: Eignen sich besonders für den Einsatz bei Blasen oder Verbrennungen. Durch eine leichte Kompression werden Schmerzen gelindert und Schwellungen reduziert.

Wie versorge ich meine Wunde richtig?

Tatsächlich kann man bei der Klebung des Pflasters einiges falsch machen – angefangen von der Hygiene bis hin zum Ablaufdatum.
Im Folgenden finden Sie Tipps zum richtigen Umgang mit Pflastern oder Verbänden:

  • Hygiene beachten! Um Infektionen vorzubeugen, sollten vor der Wundversorgung unbedingt die Hände gründlich gereinigt werden.
  • Das richtige Pflaster für die richtige Wunde! Je nachdem um welche Wunde es sich handelt, werden unterschiedliche Pflaster verwendet. Elastische Pflaster eignen sich beispielsweise besonders gut für Wunden an Gelenken oder an Körperteilen, die viel bewegt werden.
  • Spezialpflaster nicht zweckentfremden! Blasenpflaster sind extra für den jeweiligen Zweck entwickelt worden und enthalten meistens spezielle Wirkstoffe, die auch wirklich nur für diese Art von Wunde verwendet werden soll.
  • Das Pflaster muss passen! Die Wundauflage sollte größer als die jeweilige Wunde sein.
  • Ablaufdatum beachten! Da abgelaufene Pflaster schlechter kleben, sollte die Hausapotheke regelmäßig auf das Ablaufdatum der Pflaster überprüft werden.
  • Pflaster richtig entfernen!


Wichtig: Bei der Wundversorgung ist eine sorgfältige Hygiene unerlässlich. Beim Wechsel des Pflasters oder des Wundverbandes ist daher darauf zu achten, dass alle Materialien steril sind. Stark durchnässte oder Verbände sollten nicht mehr weitergetragen, sondern ersetzt werden.

Wenn Sie Fragen zu Wundpflastern oder zur richtigen Anwendung haben, zögern Sie nicht zu uns in die Apotheke zu kommen. Wir helfen Ihnen gerne weiter.